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Band 16: Konsumieren in globalen Netzwerken

Christian Neuhäuser | Udo Vorholt (Hrsg.)
Konsumieren in globalen Netzwerken
Dortmunder politisch-philosophische Diskurse, Band 16,
2018; 104 Seiten
11 Euro
ISBN 978-3-89733-475-5

Band 16

Corinna Mieth klärt in ihrem Beitrag, ob im Zusammenhang mit unseren Konsumentscheidungen ein moralisches Problem besteht. Viele Dinge, die wir täglich konsumieren, sind mit moralisch fragwürdigen Produktionsbedingungen
verknüpft. Als Hauptbeispiel bezieht sich die Verfasserin auf die Textilindustrie und die Ausbeutung von Arbeiter*innen in „Sweatshops“.

Wolfgang Ullrich widmet sich einer semantischen Umpolung. War Konsum lange Zeit mit Passivität, vor allem aber mit Verschwendung und Irrationalität assoziiert, während Produktion als etwas Aktives und als Arbeit gewürdigt wurde, so mehren sich in den letzten Jahren die Anzeichen dafür, dass auch Konsum als Form von Arbeit zu begreifen ist.

Meike Drees bewertet Pornografie als ein Konsumgut, das nicht nur massenhaft produziert und konsumiert wird, sondern auch mit moralischen Problemen verbunden ist. Eines davon ist der Jugendschutz, der in Zeiten des Internets nicht gewährleistet ist, weshalb die meisten Jugendlichen bereits mit pornografischen Medien in Kontakt gekommen sind.

Katharina Witterhold setzt sich mit Politischem Konsum auseinander und untersucht, ob es sich dabei mehr um Lebensstilpolitik oder um Lifestyle Politics handelt. Dabei werden diese Konzepte zunächst mit einer konsumsoziologischen Perspektive dargelegt. Anschließend verknüpft Witterhold Politischen Konsum mit Life(style) Politics, wobei sie auf verschiedene Konsumpraktiken eingeht.